Schausägewerk "Asen-Säge"

Die Säge:

Die ersten, mit Wasserkraft betriebenen Sägen, die sogenannten "Venezianersägen", waren eine grosse Hilfe für die bäuerliche Arbeitswelt. Die Holzstämme mussten nicht mehr mit Holzhacken bearbeitet werden, dadurch ersparten sich die Bauern viel Zeit, auch das Holz konnte so besser genutzt werden. In Terenten gab es noch vor wenigen Jahrzehnten 3 Venezianersägen: zwei am Winnebach und eine am Ternerbach. Von diesen steht nur mehr eine am Winnebach.

Skizze der Säge beim Asenhof

Im Jahr 1960 baute Georg Mair eine Säge, die mit zwei Elektromotoren zwei Sägeblätter antrieb. Mit dieser Säge, deren Sägeblätter etwas versetzt, aber genau senkrecht übereinander angebracht waren, konnten Stämme mit einem Durchmesser bis zu 50 cm, zu Brettern und Balken geschnitten werden. Die Säge war bis 1975 beim "Asenhof" in Betrieb.

Der Erfinder:

Porträt des Erfinders Georg Mair

Georg Mair (1912 - 1973), genannt der "Osn-Jörgl", war Bauer beim "Asen" am Hohenbichl in Margen. Als geschickter und einfallsreicher Bastler, erfand und baute er mehrere Geräte und Maschinen. Die hier beschriebene restaurierte Säge ist siene interessantetste Erfindung. Aber er baute auch andere Maschinen. Mit einem Flaschenzug zog einen ca. 500 kg schweren Stein bis unter das Dachfirst, beim langsmen Absinken des Steins wurde ein Dynamo angetrieben, der die erste Glühbirne in Margen für 3 Stunden zum Leuchten brachte. Mit einem Elektromotor betrieb er auch ein von ihm gebautes Rüttelsieb zur Trennung der grossen und kleinen Kartoffeln, sowie ein einfaches Förderband, das die Kartoffeln in den Keller brachte. Auch für den bislang händisch zu bedienenden Butterstampfkübel verwirklichte er eine elektrisch angetriebene Vorrichtung.
Um die Zeit zu messen, erfand Georg Mair auch eine Art Sanduhr, die jeweils nach 12 Stunden umgedreht werden musste. 1951 errichtete er selber eine Materialseilbahn, mit der er das Heu von den steilen Bergmähdern am Steinspitz herunterholte.

Das Gebäude:

Die Säge wurde von Georg Mair im Innern einer sogenannten "Göpelhütte" errichtet. In diesem achteckigen Gebäude war ursprünglich ein "Göpel" eingebaut, das ist ein Mechanismus aus Holzrädern und Drahtseilen, mit dem im Stadel die Dreschmaschine angetrieben wurde. Der Göpel wurde von einem Pferd in Bewegung gesetzt.

Skizze über die Funktionsweise der Säge beim Asenhof

Art der Organisation

Gebäudeensemble

Lageplan

MARGENER STRASSE, 39030 TERENTEN

Weitere Informationen

Zuletzt aktualisiert: 07.11.2023, 15:29 Uhr